Blog_Bergsportwoche Ellmau

Montag, 24. Juni 2018

 

Unvergessliche Natur- und Bergerlebnisse am Wilden Kaiser – Unsere Bergsportwoche in Ellmau

 

Majestätisch thront der Wilde Kaiser im Tiroler Unterland. Sein höchster Punkt ist mit 2.344 Metern der Ellmauer Halt. Was gibt es schöneres, als an diesem imposanten Bergmassiv unvergleichliche Momente zu sammeln?

Genau das bietet die Bergsportwoche in Ellmau: Ein abwechslungsreiches Outdoorprogramm unter Anleitung von heimischen Bergführern. Gewählt werden kann aus sechs Bergsportarten: Felsklettern, Canyoning, Mountainbiken, Trailrunning, Klettersteiggehen und Bergsteigen. Egal, ob Anfänger oder Fortgeschrittener, es findet jeder sein passendes Programm.

Abends lädt der Bergsportstammtisch ein, den erlebnisreichen Bergtag gemeinsam ausklingen zu lassen.

 

Tag 1: Von München nach Ellmau

 

Mit dem Meridian starten wir mittags von München nach Kufstein. Ein Shuttle-Service sammelt uns am Bahnhof ein und bringt uns direkt zu unserem schönen Hotel Kaiserblick.

Wir bummeln durch Ellmau und genießen den Blick auf den Wilden Kaiser, der sich ein wenig in Wolken hüllt. Das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite.

Beim abendlichen Stammtisch fühlen wir uns sofort wohl. Wir sind unter Gleichgesinnten. Begeisterung für Bergsport verbindet.

Tag 2: Canyoning für Anfänger

 

Wir mögen Fels und Wasser, daher freuen wir uns ganz besonders auf unsere erste Canyoning-Tour mit den Guides von Outdoor Hofer.

 

Zunächst geht es zum Abseiltraining von Fels und Baumwipfeln, um sicher in der Klamm unterwegs zu sein. Hier haben wir schon jede Menge Spaß. Einen kurzen Klettersteig hoch, dann werden wir abgeseilt. Schnell wieder hochgekraxelt, um über einen kleinen Flying Fox wieder nach unten zu segeln. Zum Schluss noch über einen schmalen wackligen Holzsteg durch Baumwipfel, eine schöne Übung für die Balance.

Mittags fahren wir für eine kleine Jause zum Hintersteiner See. Was für ein zauberhaftes Pausenplatzl! Die Wasserfarbe des Bergsees im Naturschutzgebiet Kaisergebirge ändert sich mit der Sonneneinstrahlung beinahe minütlich, vom tiefen blau bis hin zu hellem Türkis. Wunderschön!

 

Gestärkt für die „Wasserschlacht“ heißt es jetzt raus aus den Sachen und rein in den dick gefütterten Wetsuit. Nach viel Gezerre und Gezottel, unterbrochen von Lachanfällen, ist die Gruppe „Michelinmännchen“ endlich startklar. Ein kurzer Zustieg, begleitet von viel Sonnenschein, sorgt für Vorfreude auf das kühle Nass.

 

Kaum sind wir in der Klamm, werden wir ein Stück abgeseilt und danach heißt es springen. Oder auch nicht… Der Gedanke, in die Schlucht fünf Meter in die Tiefe zu springen, lässt uns wie verschreckte Hühner an der Felswand kleben. Wir nehmen den angebotenen Service des Abseilens dankend an, nicht ahnend, dass dieses Angebot nur für zwei Meter gilt und der restliche Weg ins Wasser im freien Fall erfolgt (Tipp: Lieber gleich selber runterspringen ;-)). Vielleicht ist es der Schreck, vielleicht aber auch der gut isolierende Wetsuit, der die acht bis zehn Grad Wassertemperatur recht angenehm erscheinen lässt. Der weitere Weg durch die Schlucht verläuft mal rutschend, schwimmend, kletternd oder springend (Ja, am Ende haben auch wir uns getraut zu springen. ☺). Immer wieder fallen Sonnenstrahlen durch die herrliche Taxaklamm in das kristallklare Wasser. Ein tolles Naturschauspiel! Die anderthalb Stunden vergehen wie im Flug, beinahe zu schnell.

Tag 3: E-Mountainbiketour und (kein) Klettersteig

 

Mit E-Mountainbikes von GoingBike radeln wir 34 km und ca. 1.000hm entlang des traumhaften Panoramas des Wilden Kaisers. Natürlich muss man mal den Turbo-Modus ausprobieren. Es macht schon viel Spaß, fast ohne Kraftaufwand bergauf zu cruisen. Aber da es ja Bergsport- und nicht Bergwellnesswoche heißt, stellen wir artig zurück auf Eco und setzen unsere Muskeln für das bergauf und –ab ein. Auf ein paar leichten Trails können wir uns nach einer Technik-Einweisung am Abfahren üben. Wir sind begeistert. So ein E-Mountainbike wäre für Bike & Hike schon was Feines.

Auf der Wochenbrunner Alm stärken wir uns mit Kaspressknödeln für den geplanten Klettersteig Klamml am Nachmittag. Leider kommt, was der Wetterbericht angekündigt hat: der Himmel öffnet seine Schleusen und lässt unseren zweiten Programmteil des Tages ins „Wasser fallen“. Etwas wehmütig fahren wir im Regen zurück nach Ellmau. Trost finden wir bei einer längeren Entspannungseinheit in der Salzsauna.

Tag 4: Alternativprogramm: Kletterhalle und Trailrun

 

Schweren Herzens trennen wir uns gedanklich von der geplanten anspruchsvollen Gipfeltour auf die Vordere Goinger Halt. Der Regen hat sich über Nacht nicht von der Stelle bewegt und soll den ganzen Tag anhalten.

 

Also ab in die Kletterhalle. Hier merken wir schnell, dass wir seit Monaten nicht mehr klettern waren. Mühsam „erkriechen“ wir uns die 5er-Routen. Es war also allerhöchste Zeit, dass es für uns mal wieder in die Kletterhalle ging.

 

Draußen nieselt es vor sich hin, genau richtig für einen kurzen Trailrun. Vorbei geht unsere Runde u. a. am Haus des Bergdoktors (Wir kennen die Serie zwar nicht, aber eine schöne Praxis hat er. ;-)). Fröhlich springen wir durch die Pfützen. Regen kann auch Spaß machen. Am Ende des Tages haben wir, Dank der Kletterhalle, lahme Arme und durch die Laufeinheit noch müde Beine. Also ein perfekter Sporttag.

Tag 5: Bergtour auf den Mittleren Gruttenkopf

 

Treffpunkt mit den Bergführern der Alpinschule Schonner ist um 8.30 Uhr an der Wochenbrunner Alm. Der Wilde Kaiser ist in ein dichtes Wolkenkleid gehüllt. Aussicht: keine. Kaum setzen wir uns in Bewegung, setzt auch der Regen wieder ein, so dass wir einen Zwischenstopp in der Gaudeamushütte einlegen. Schnell ist klar, dass das Wetter keine Gratkletterei zulässt. Und so wandern wir durch eine blühende Alpenblumenlandschaft, durchzogen von mächtigen Felsbrocken bis zum Mittleren Gruttenkopf. Sogar Gämse bekommen wir zusehen. Manchmal blitzt das Bergmassiv aus den dichten Wolken hervor und lässt erahnen, in welch spektakulärer Umgebung wir uns befinden. Sehnsüchtig schauen wir zum Gruttenkopf hinauf und auf die abenteuerliche Route, die uns erwartet hätte. Aber Sicherheit geht vor und wir treten den Rückweg über die Gruttenhütte an. Regen hat beim Wandern auch einen Vorteil: Man darf öfter einkehren. Bei warmer Linsensuppe und in gemütlicher Atmosphäre vergisst man schnell die Zeit und so kommt der Aufbruch überraschend. Doch bevor es losgeht, heißt es Helme auf, denn der Abstieg verläuft über den Jubiläumssteig. Durch eine bizarre Felskulisse, entlang an Altschneefeldern und auf schmalen Steigen geht es bis zum Kübelkar. Von dort steigen wir weiter ab, zurück zur Wochenbrunner Alm. Zum Abschied bricht sogar noch einmal die Sonne durch die dichten Wolken.

 

Für alle, die das Outdoor-Abenteuer suchen und gerne mit Gleichgesinnten aktiv in der Natur unterwegs sind: Save the Date für die Bergsportwoche im nächsten Jahr vom 29.06 bis 06.07.2019 in Scheffau! Es erwartet euch eine individuelle Abenteuerwoche in der facettenreichen Landschaft des Wilden Kaisers.

 

Ihr wollt nicht so lange warten? Die Region Wilder Kaiser hält für Bergbegeisterte nicht nur zur Bergsportwoche grenzenlose Möglichkeiten bereit. Beim TVB Wilder Kaiser findet ihr Anregungen und kompetente Unterstützung für einen gelungenen Sommer- und/oder Winterurlaub.

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Das Canyoning-Gruppenbild wurde uns freundlicherweise von MirreOpReis zur Verfügung gestellt.